Zeitungsartikel Aachener Zeitung vom 22.09.2015

Die Aachener Zeitung berichtet un ihrer Ausgabe vom 22.09.2015 unter dem Titel "Bündnis nimmt Schutzgebiete unter die Lupe" von einer Veranstaltungsreihe des Ökologiezentrums Aachen mit öffentlichen Führungen bei denen auch die Bürgerinitiative zum Schutz der Beverau beteiligt ist. Zitat aus der Programmankündigung:

"Das Landschaftsschuztgebiet Beverau am Eselsweg: Tauche Sie ein in eine herrliche Auenlandschaft und entdecken Sie die Besonderheiten der großen Wiesenflächen am Eselsweg. Sehen Sie die Beverau mit anderen Augen: Welche Beziehung hat sie zum Beverbach? Und warum ist die Freifläche für das Stadtklima von Bedeutung? Welche Tiere kommen hier vor? Auch über die Geschichte des Ortes werden Sie bestimmt noch neues erfahren."

Der gesamte Artikel kann in der Aachener Zeitung vom 22.09.2015 nachgelesen werden. Die Presseerklärung ist hier abgelegt.

Presseerklärung zum 50. jährigen Jubiläum des Landschaftsschutzgebietes

Schild LSG - klein.jpg

50 Jahre Landschaftsschutzgebiet am Eselsweg

Wir freuen uns, dass es Aachen gelungen ist, die Auenlandschaft zwischen Adenauerallee (Beverau), Lintertstraße (Gut Schönthal), Nellessenpark und Dr. Leo Löwenstein-Kaserne fünf Jahrzehnte vor Bebauung zu schützen, und möchten dieses Jubiläum am Samstag, dem 15. August 2015, von 8:00 bis 13:00 Uhr am Neumarkt feiern!
Was es da zu feiern gibt? Erkunden Sie es selbst und machen Sie einen kleinen Ausflug zum Eselsweg. Hier erwartet Sie ein Landschaftserlebnis der besonderen Art. Sobald man die letzten Häuser hinter sich gelassen hat, erstreckt sich der Blick nach links und rechts auf riesige Wiesenflächen. An diesem Ort können die Stadtbewohner-/Innen – und unsere Kurgäste – gut durchatmen und eine Art Freiheitsgefühl empfinden. Die beidseitige Fernsicht auf weite Felder und die unmittelbare Stadtnähe macht den Eselsweg so attraktiv, was zahlreiche Spaziergänger und Jogger belegen. Zudem ist der Eselsweg immer wieder Ausflugsziel von Schulklassen und Kindergartengruppen, die hier die Natur kennen lernen können. Manchmal weiden dort Kühe oder Schafe, manchmal entdeckt man auch seltene Vögel. So kann man dort Störche, Graureiher, Wildgänse, Kraniche, diverse Raubvögel und vieles mehr beobachten. Aber die „Bever-Aue“ bietet noch viel mehr: Sie ist ein Kaltluftentstehungsgebiet und zudem eine Kaltluftabflusszone. Das bedeutet, dass die dort entstehende Kaltluft aufgrund der gegebenen Hangneigung von mehr als 1 bis 2 Grad (ca. 1 bis 3 m Gefälle auf 100 m) in relevanten Umfang ins Beverbachtal fließt und von dort ins Frankenberger Viertel transportiert wird (vgl. im Internet „Klimaatlas NRW“ unter „Kaltluftabflüsse“). Wie gut diese Belüftung funktioniert, merkt man am Neumarkt, wenn der Bauer mal wieder gedüngt hat… Wie wir auf das 50-jährige Jubiläum kommen? Nachforschungen im Stadtarchiv haben ergeben, dass das Wiesengelände am Eselsweg bereits 1965 als Landschaftsschutzgebiet festgesetzt worden ist. Die Verordnung zum Schutz von Landschaftsteilen im Stadtkreis Aachen vom 21. Januar 1965 beruhte auf dem seinerzeit noch geltenden Reichsnaturschutzgesetz aus dem Jahre 1935. Schon vor 50 Jahren hat die Stadt Aachen entschieden, dass diese Auenlandschaft am Beverbach vor Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes oder der Natur geschützt werden muss. Insbesondere war schon damals die „Anlage von Bauwerken aller Art“ verboten (§ 2 Nr. 2 b der Verordnung). Wir wünschen uns, dass alles so bleibt und weder die Dreiecksfläche südwestlich des Eselsweg noch die Vierecksfläche nordöstlich des Gutes Schönthal bebaut werden darf. Aachen soll auch in weiteren 50 Jahren sein unbebautes Landschaftsschutzgebiet Beverau/Schönthal feiern können!

Wir feiern 50 Jahre Landschaftsschutzgebiet Beverau - Schönthal

Im Jahr 1965 wurden die Wiesen entlang des Eselswegs als schützenswertes Land eingestuft. Seitdem existiert das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Beverau / Schönthal. Dies nahmen wir zum Anlass und haben am Samstag, den 15. August, auf dem Neumarkt entsprechend gefeiert. Mit jeder Menge Informationsmaterial rund um das LSG, dessen Änderungspläne zu Bauland und die entsprechenden Auswirkungen kamen wir mit zahlreichen interessierten Bürgern des Frankenberger Viertels ins Gespräch. Hier ein paar Eindrücke: