Leserbrief von Rainer Dietrich "Ärger um Aachener Luft", Aachener Nachrichten vom 09. März 2018

Rainer Dietrich aus Aachen äußert sich Thema Dieselfahrverbote in Aachen wie folgt:
Ein Dieselfahrverbot werde es in Aachen nicht geben, sagt unser Oberbürgermeister. Diese Entscheidung trifft aber die Bezirksregierung Köln. Gibt das Verwaltungsgericht Aachen der Klage der Deutschen Umwelthilfe auf Erteilung eines Dieselfahrverbots Recht, weil wir in Aachen gesundheitsschädliche Überschreitungen der Stickoxidgrenzwerte zu verzeichnen haben, werden sich alle daran halten müssen. Es genügt jedoch nicht, sich auf die Entwicklung von Verkehrskonzepten zu beschränken, sondern es muss die Gefahr beseitigt werden, dass die Lufthygiene sogar noch mehr Schaden nimmt. Und diese konkrete Gefahr besteht! Das Planungsamt forciert eine Umwandlung des Landschaftsschutzgebietes zwischen Eselsweg undLöwenstein-Kaserne in Bauland. Dass es sich bei der Beverau um eine Kaltluftentstehungsflächehandelt, die wegen ihrer Stadtnähe bedeutsam ist, dürfte bekannt sein. Bei allen austauscharmen Wetterlagen strömt unbelastete Kaltluft dieser Wiesenfläche in den Kessel und kann dort schadstoffbelastete Luft verdrängen oder verdünnen. Will unser Oberbürgermeister also wirklich die Verhinderung eines hiesigen Dieselfahrverbots, sollte er das Plangebiet Beverau zur Chefsache erklären und dieses sodann aus dem FNP-Entwurf entfernen. Das würde zugleich Ruhe in jenes Verfahren bringen und ihm Glaubwürdigkeit verschaffen.

Neue Aufkleber-Kampagne !

Wir haben neue Autoaufkleber besorgt. Sie enthalten unsere Internetseite in grüner Schrift. Bereits bei der gleichen Kampagne 2014 waren diese im Aachener Straßenverkehr nicht zu übersehen. Dieses Jahr ist es noch viel wichtiger, da mit der Entscheidung zu rechnen ist. Machen Sie mit und teilen Sie Ihre Meinung so der Öffentlichkeit mit! Nur so haben wir eine Chance! Aufkleber bringen wir gerne vorbei. Bitte einfach kurz an die Vereins-E-Mail-Adresse schreiben.

Leserbrief von Mia Heiartz "Direkte Demokratie einfordern", Aachener Zeitung vom 22. Februar 2018

Frau Heiartz schreibt:

"... Da sich in den letzten Jahren die zweifelhaften Entscheidungen der Stadt häufen, sollten wir uns endlich fragen, wer denn "die Stadt" überhaupt ist. "Aachen", das sind doch wir - die Einwohner von Aachen. ... Die Zerstörung der Frischluftschneise Beverau will die Stadt noch durchsetzen - trotz aller Proteste. Die direkte Demokratie durch Bürgerentscheide innerhalb der repräsentativen Demokratie ist ein effektives Mittel, den nicht auszurottenden Klüngel zwischen der Politik und Wirschaft im Rahmen zu halten. Wir sollten sie einfordern."

Leserbrief von Paul Ständebach in der Aachener Zeitung vom 13.12.2017

Die drohende Bebauung von stadtnahen Freiflächen, von dene "Bestmögliche Luftqualität erhalten" in der AZ vom n frische Kaltluft in den lufthygienisch so belasteten Aachener Talkessel gelangen kann, verfolge ich mit großer Sorge. Wegen Atemwegserkrankungen habe ich meinen Wohnsitz bewusst ins Kurgebiet Burtscheid verlegt. In der der aktuellen Diskussion über die Luftreinhaltung  wird klargestellt, warum gute Luftqualität so wichtig für die Gesundheit ist.  Insbesondere die Stickstoffoxide (NOx ) stellen  Risikofaktoren speziell für Kinder und ältere Menschen dar. Die kleinen Partikel dringen in die feinsten Verästelungen der Atemwege bis in die Lungenbläschen ein. Von dort können sie in die Blutbahn eintreten und sogar andere Organe schädigen. Schon eine gelegentliche hohe PM10-Konzentration (inhalierbarer Staub) kann entzündliche Reaktionen verursachen. Es drohen häufigere Bronchitis-, Asthma-, COPD- sowie Herzkreislauf-Erkrankungen und damit auch eine höhere Sterblichkeit.

Ich habe Angst um meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Familie, die sich auch viel im Frankenberger Viertel aufhält, in deren Nähe seit Jahren Grenzwertüberschreitungen gemessen wurden. Ich bitte unsere Aachener Politiker nachdrücklich, sich für die Erhaltung einer bestmöglichen Luftqualität im Stadtzentrum einzusetzen, und zwar nicht nur durch Verkehrskonzepte. Mir ist es in diesem Zusammenhang unbegreiflich, wieso das Planungsamt eine Umwandlung der stadtnahen Kaltluftentstehungsfläche am Eselsweg (Beverau) in Bauland forciert. Soll denn wirklich unsere Gesundheit hinter privaten Gewinnaussichten und einer angeblichen Not an bezahlbarem (?) Wohnraum zurücktreten

Anschreiben an die Mitglieder der städtischen Ausschüsse -Planung- sowie -Klima und Umweld- vom 05.12.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicherlich bereits der Presse entnommen habe, hat sich im September d.J. in der Burg Frankenberg aus der „Bürgerinitiative Beverau“ ein neuer Verein formiert, der „Umwelt- und Landschaftsschutz Aachen-Beverau e.V.“.
Einen wesentlichen Vereinszweck bildet die Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Aachen, insbesondere im Frankenberger Viertel und im Stadtteil Beverau.

In Anbetracht der immer heftiger werdenden Diskussion zum Thema Luftreinhaltung auf Bundesebene, aber auch hier in Aachen in den Ausschüssen des Rates der Stadt möchten wir, der Umwelt- und Landschaftsschutz Aachen-Beverau e.V., auf einige Tatsachen hinweisen, die aus unserer Sicht für die Zukunft der Luftqualität in der Stadt Aachen von entscheidender Bedeutung sein werden und bisher nicht in dem erforderlichen Maße Berücksichtigung gefunden haben.

Die wesentlichen Fakten möchten wir Ihnen gerne anhand einer simplifizierten Graphik erläutern, die auf den NO2 Messungen im Aachener Stadtgebiet im Zeitraum von 2009-2016 basiert.

Grafik Stickstoffdioxid.jpg

Neben den als Balken dargestellten Stickstoffdioxid-Belastungen an drei verschiedenen Messpunkten sind in dieser Graphik zusätzlich drei Szenarien für die zukünftige Entwicklung der NO2-Spitzenbelastungen dargestellt:

  • Durch lineare Extrapolation der Messwerte von Wilhelmstraße und Adalbertsteinweg Szenario 1 kann man erwarten, dass die von der EU gesetzten Grenzwerte (40 µg/m3 NO2) erst in der Mitte der 20er Jahre erreicht werden.
  • Eine beschleunigte Verbesserung (wie wir sie alle wünschen) ist durch die jetzt diskutierten Maßnahmen (Luftreinhalte-Plan für die Stadt Aachen) bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu erwarten. Allerdings ist dieses Ziel nur mit einem enorm hohen finanziellen Aufwand zu erreichen. Was immer häufig verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass dies Szenario 2 nur dann erreicht werden kann, wenn an der jetzigen Kaltluftversorgung der Innenstadt nicht gerüttelt wird und die Grünfinger und die sie speisenden Kaltluftentstehungsflächen in vollem Umfang erhalten bleiben.
  • Sollte hingegen die Kaltluftentstehung durch neue Bebauungen gedrosselt werden, wird selbst bei strikter Einhaltung der vorgeschlagenen Maßnahmen des Luftreinhalteplans der innerstädtische Austausch der schadstoffbelasteten Warmluft durch saubere Kaltluft signifikant unterbunden (Szenario 3). D.h. die Grenzwerte der EU können nicht eingehalten werden!

Die aus den Kaltluftzonen in die Innenstadt einströmende Frischluft trägt ganz entscheidend zur Verdrängung der NOx- und Feinstaubbelasteten Stadtluft bei. Das Potenzial dieses Prozesses darf nicht unterschätzt werden. So liefert die in der Diskussion stehende Dreiecksfläche am Eselsweg allein einen Volumenstrom von mehr als 2 Millionen Kubikmetern Kaltluft (DT = 3°C) pro Stunde. Dieser Prozess ist dafür verantwortlich, dass Aachen aufgrund seiner Kessellage nicht unter noch höheren Schadstoffkonzentrationen hat leiden müssen.

Der Verein „Umwelt- und Landschaftsschutz Aachen-Beverau e.V.“ hat am 20. Oktober 2017 zu einer Informationsveranstaltung in die Frankenburg eingeladen. Dabei wurde auch ausführlich über die Rolle der Kaltluftentstehungsgebiete für die Luftreinhaltung in Aachen berichtet. Eine PDF-Datei mit den wesentlichen Aussagen dieser Veranstaltung finden Sie in der Anlage zu diesem Schreiben.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich gemeinsam mit uns, dem Umwelt- und Landschaftsschutz Aachen-Beverau e.V., für saubere und gesunde Luft in der Aachener Innenstadt einsetzen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Georg Franz, Lutz Dechamps, Dr. Jochen Linke
Vorstand des Umwelt- und Landschaftsschutz Aachen-Beverau e.V.

Leserbrief von Ria Crombach "Jetzt fehlt Caroline Reinartz", Aachener Nachrichten vom 29.11.2017, S. 20.

Frau Crombach schreibt:

" ... muss auch hier offengelegt werden, wer die Profiteure dieser hoffentlich nie wahrwerdenden Bebauung wären. Den neugegründeten Verein sollten alle unterstützen, die noch ein Herz für Aachen und die Zukunft der "Öcher Kinder" haben, mit aller Kraft ...

Burtscheid Aktuell vom 20.11.2017 "Sorgen bei der Bürgerinitiative Beverau"

Auszug aus dem Artikel vom 20.11.2017

"... Nach dem - immer nocn maßgeblichen - Gesamtstädtischen Klimagutachten aus dem Jahre 2000 handelt es sich bei der Prüffläche Beverau um ein Kaltluftentstehungsgebiet mit besonderer Bedeutung; das geografische Institut der RWTH rät insoweit von einer Bebauung kategorisch ab. ...

Aachener Zeitung vom 22.11.2017 "Frischluftfrage heizt Gemüter richtig auf"

Auszug aus dem Artikel von Peter Schopp:

"... Über den Wiesen in diesem Bereich bildet sich nach Sonnenuntergang ein Kaltluftpolster, welches durch die topographische Lage der Beverau in das Frankenberger Viertel abströmt, weil kalte Luft spezifisch schwerer ist als warme und entsprechend hinabströmt. Das wiederum sorgt für einen Luftaustausch der schadstoffbelasteten Innenstadtluft gegen frische kühlere Luft. ...

Das Augenmerk auf den Erhalt dieses Gebietes in seiner jetzigen Form ist auch deshalb so groß, weil es stadtnah nicht viele solcher Flächen gibt. Im Aachener Süden ist die Beverau das größte. ...

Die Schadstoffwerte liegen an neuralgischen Punkten dauerhaft über den erlaubten Grenzwerten, weswegen ja auch die Umweltzone bis an die Adenauerallee eingerichtet werden musste. ...

Der vollständige Artikel ist HIER zu finden.

Leserbrief vom 18.10.2017 in den Aachener Nachrichten von C. Lefebvre

Für die Lufthygiene im Aachener Stadtkessel ist es sehr wichtig, dass frische, also nicht mit Schadstoffen belastete Kaltluft in die Innenstadt gelangen kann. Die schwerere kalte Luft strömt insbesondere über die Bachtäler, aber auch z.B. über Straßen wie die Erzbergerallee nach unten. Auf diese Weise kann sie einen Austausch oder zumindest eine
Durchmischung von schadstoffbelasteter Luft bewirken. Bei Hochdruckwetterlagen sind es oftmals nur diese Kaltluftströme, die Frischluft in die Innenstadt transportieren können. Angesichts der immer wieder festgestellten gesundheitsschädlichen Grenzüberschreitungen der EU-relevanten Schadstoffparameter etwa an der Wilhelmstraße und am Adalbertsteinweg und eines deshalb drohenden Dieselfahrverbots sollte jedem klar sein, dass wir die Kaltluftzufuhr gerade dort und im angrenzenden Frankenberger Viertel keinesfalls beeinträchtigen dürfen!
Unsere Aachener Umweltpolitiker haben dieses wichtige Thema nun endlich aufgegriffen. Das ist gut. Allerdings wird kein Kampf um "Kaltluftkorridore" geführt; denn dort will niemand bauen. Stattdessen wird erbittert um die Bebaubarkeit von "Kaltluftentstehungsgebieten" gestritten. Es geht um die Freiflächen, wo die Kaltluft entsteht. Nur
auf unbebauten Flächen ist Kaltluftentstehung möglich. Nur dort kann die tagsüber solar aufgewärmte Erdoberfläche einen großen Teil dieser Wärme nachts wieder an die Atmosphäre und in den Weltraum ausstrahlen und sich
dadurch abkühlen. Besonders die große Prüffläche Beverau zwischen Eselsweg und Löwensteinkaserene ist eine solche stadtnahe und deshalb so bedeutende Kaltluftentstehungsfläche, von der aus die so entstandene
Kaltluft durch Frischluftschneisen über den Stadtteil Beverau, bzw. das sog. Belgier Viertel,  ins Frankenberger Viertel, ins Burtscheider Kurviertel bis ins Aachener Zentrum strömt.
Gleichwohl bezwecken Teile unserer Stadtverwaltung auf Betreiben eines privaten Investors  dieses stadtklimatisch so wichtige Landschaftsschutzgebiet in Bauland umzuwandeln. Es bleibt zu hoffen, dass es der "Bürgerinitiative Beverau" und einer Mehrheit im Stadtrat gelingen wird, dies zu verhindern.

Leserbrief Aachener Zeitung vom 20.07.2017, S.22

Unter der Überschrift: "Grünflächen nicht für Bauten zerstören" merkt Herr Hans Falk unter anderem folgendes an:

" ... Im Luftreinhalteplan werden Versuche unternommen, Schadstoffe zu reduzieren. Grünflächen jedoch werden für jedwede Art Bautätigkeit ... zerstört. Im Maßnahmenkatalog tauchen sie nur im Appendix „Sonstiges“ mit einem alles- und nichtssagenden „verbessern“ auf, und im „Aachener Appell zur Luftreinhaltung“ ist von Grünflächen gar keine Rede mehr. ... es nutzt nichts, Grünverbesserung zu fordern, wenn die dazu notwendigen Flächen unter Beton, Schotter und Asphalt verschwinden."

Der vollständige Leserbrief kann in der Ausgabe der Aachener Zeitung vom 20.07.2017 nachgelesen werden.

Stand der Entwicklung Frühjahr 2017

Unser Widerstand gegen den neuen Flächennutzungsplan:
bisherige Schritte und Stand der Dinge im Frühjahr 2017

Viele fragen sich „Wie ist eigentlich der Stand in Sachen Beverau?“

In diesem Sommer ist es nun schon drei Jahre her, dass die Stadt den Entwurf für den neuen Flächennutzungsplan vorgestellt hatte, was zu einer enormen Anzahl von Einwänden gegen dieses Vorhaben und letztendlich auch zur Gründung unserer „Bürgerinitiative zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Eselsweg Beverau geführt hat.

Oft sind wir angesprochen worden, ob sich denn nun schon Erfolge abzeichnen und ob die Pläne zur Bebauung der Dreiecksfläche zwischen dem Eselsweg und der Kaserne vielleicht schon zu den Akten gelegt worden sind. Wir – der „harte Kern“ der BI – waren in den vergangenen Jahren nicht untätig und haben zahlreiche Gespräche mit den Vertretern der Stadt, den Politikern, Fachleuten sowie dem Investor geführt. Wir haben etliche Veranstaltungen initiiert oder mitbestritten, um so auf Konsequenzen (drohende Klimaveränderungen, Verlust des Landschaftsschutzgebietes mit hohem Naherholungswert, Bedrohung seltener und geschützter Tiere, Versiegelung bzw. vollständiger Verlust besonders schützenswerter Böden und eines großen Einzugsbereichs des Beverbachs, weitere Verschlechterung der Verkehrssituation etc.) aufmerksam zu machen.

Entschieden ist noch lange nichts, aber nach all den o.g. Gesprächen können wir immerhin über einige Neuigkeiten berichten.

Positiv ist zunächst, dass die ursprünglichen Plangebiete Lintertstraße und Grauenhofer Weg dem Vernehmen nach weggefallen sind. Leider wird das Plangebiet Beverau, die sog. Dreiecksfläche, vom Planungsamt mit Hochdruck weiterverfolgt.

Wir konnten die voraussichtlich erst Anfang 2018 mit einem neuen FNP-Entwurf zu veröffentlichende neue Umweltprüfung für die Bever-Aue bereits einsehen. Mit regelrechtem Entsetzen mussten wir bei dem Vergleich mit der Umweltprüfung aus dem Jahre 2014 feststellen, dass die Bewertung aller zu prüfenden Schutzgüter um ein oder sogar um zwei Stufen herabgesetzt wurde! Ein bemerkenswerter Vorgang …

Auch wenn die Auswirkungen einer Bebauung der Bever-Aue auf das Klima ebenfalls von „sehr erheblich“ auf „erheblich“ herabgesetzt wurden, stehen die diesbezüglichen Ausführungen des Umweltamtes mit unserer Argumentation in vollem Einklang:

Nach allem bleibt es nämlich dabei, dass dem Gesamtstädtischen Klimagutachten aus dem Jahre 2000 nach wie vor maßgebliche Bedeutung zukommt. Danach handelt es sich bei dem Plangebiet Beverau um ein Kaltlufteinzugsgebiet mit besonderer Bedeutung. Dieses Gebiet liegt in dem Bereich, für den die RWTH von einer Bebauung kategorisch abgeraten hat („Bebauungsgrenzen streng einhalten“).

Die in der Dreiecksfläche produzierte Kaltluft fließt nicht nur zu einem Teil über das Beverbachtal in das Frankenberger Viertel. Sie ist darüber hinaus vielmehr alleiniger Kaltluft- und Frischluftlieferant der entlang der Erzbergerallee verlaufenden Luftbahn und der nördlich der Adenauerallee gelegenen Siedlungsbereiche mit mehreren Schulen und Kindergärten. Die frische Beverau-Luft ist damit auch für das gesamte Kurgebiet in Burtscheid von Bedeutung

Die unstreitig drohenden (sehr) erheblichen Folgen einer Durchführung der Planung könnten nach Auffassung der Stadtverwaltung durch eine aufgelockerte Bebauung kompensiert werden. Wir fragen uns allerdings, ob mit derartigen Einfamilienhäusern der angeblich in Aachen bestehenden Wohnraumnot wirksam begegnet werden kann. Gibt es - außer den privaten Interessen des Investors - wirklich hinreichende Gründe, um ein seit 50 Jahren unter Landschaftsschutz stehendes, wunderschönes Wiesengelände in unmittelbarer Stadtnähe für immer zu zerstören?

Ihr wollt helfen, das Landschaftsschutzgebiet Beverau zu erhalten? Dann erzählt die klimatische Bedeutung der Bever-Aue weiter, insbesondere Freunden, Nachbarn und Kollegen aus den betroffenen Gebieten. Wenn ihr Kontakt zu Kommunalpolitikern habt, erklärt Ihnen, worum es geht. Engagierte Mithelfer sind natürlich auch in unserem kleinen Organisationsteam herzlich willkommen! Für Rückfragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

BI Beverau

"Grevenstein abgeholzt..." - Artikel Aachener Zeitung vom 19.11.2015

„Grevenstein abgeholzt- Bäume weichen Wohnkomplex“ titelt Autor Robert Esser in der Aachener Zeitung. Hintergrund sind Eingriffe in den alten Baumbestand auf dem Gelände des ehemaligen Restaurant „Grevenstein“ an der Ecke Marie-Theresia-Allee / Im Brockenfeld im Aachener Süden. Auf dem Grundstück sollen exklusive Eigentumswohnung entstehen. Der Eingriff in den Baumbestand ist an sich schon kritikwürdig. Liest man den Artikel aufmerksam weiter, fällt eine weiter bemerkenswerte Tatsache auf: Das Grundstück war zuvor in städtischem Besitz! Die Stadt verkauft also ihre Grundstücke, damit dort anschließend exklusive Eigentumswohnungen gebaut werden können. Gleichzeitig wird aber über die Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes Beverau im Vorentwurf des Flächennutzungsplans nachgedacht! Das Argument: die Region Aachen benötigt dringend günstigen Wohnraum für einkommensschwache Familien. Ein Widerspruch allererster Güte! Wir werden die Stadt bei nächster Gelegenheit mit diesem Widerspruch konfrontieren.

Der Artikel kann in der Ausgabe der Aachener Zeitung vom 19.11.2015 nachgelesen werden.

Aktualisiertes Baulandkataster - Artikel Aachener Zeitung vom 19.11.2015

Unter der Überschrift „Platz für Wohnbau ist da… in der Theorie“  geht der Autor Stefan Herrmann auf die Präsentation des aktualisierten Baulandkatasters für das Aachener Stadtgebiet ein. Dabei wird deutlich, dass derzeit nahezu 900 unbebaute Grundstücke brach liegen.  Herrmann schreibt:

„… unbebaute Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 55 Hektar haben die Experten derVerwaltung im Stadtgebiet ausgemacht, die für den Bau von Wohngebäuden relativ schnell genutzt werden könnten.“

Interessant in diesem Zusammenhang – die meisten Grundstücke liegen im Bezirk Aachen-Mitte – genau wie das von einer Bebauung bedrohte Landschaftsschutzgebiet Beverau! Im weiteren Verlauf des Artikels weißt der Autor zu Recht auf die Tatsache hin, dass natürlich bei Grundstücken, die sich in privater Hand befinden, der Besitzer nicht zu einer Bebauung gezwungen werden kann. Immerhin 19 Grundstücke sind allerding in städtischem Besitz – hier entscheidet die Stadt über die Bebauung. Voraussichtlich Anfang 2016 soll das Baulandkataster der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – wir werden ein waches Auge darauf haben.

Der gesamte Artikel kann in der Ausgabe der Aachener Zeitung vom 19.11.2015 nachgelesen werden.

Zeitungsartikel Aachener Zeitung vom 22.09.2015

Die Aachener Zeitung berichtet un ihrer Ausgabe vom 22.09.2015 unter dem Titel "Bündnis nimmt Schutzgebiete unter die Lupe" von einer Veranstaltungsreihe des Ökologiezentrums Aachen mit öffentlichen Führungen bei denen auch die Bürgerinitiative zum Schutz der Beverau beteiligt ist. Zitat aus der Programmankündigung:

"Das Landschaftsschuztgebiet Beverau am Eselsweg: Tauche Sie ein in eine herrliche Auenlandschaft und entdecken Sie die Besonderheiten der großen Wiesenflächen am Eselsweg. Sehen Sie die Beverau mit anderen Augen: Welche Beziehung hat sie zum Beverbach? Und warum ist die Freifläche für das Stadtklima von Bedeutung? Welche Tiere kommen hier vor? Auch über die Geschichte des Ortes werden Sie bestimmt noch neues erfahren."

Der gesamte Artikel kann in der Aachener Zeitung vom 22.09.2015 nachgelesen werden. Die Presseerklärung ist hier abgelegt.

Leserbrief Aachener Nachrichten vom 04.09.2015

Unter der Überschrift „Von jeglichem Eingriff wird abgeraten“ schreibt Frau Catharine Lefebvre unter Bezugnahme auf die letzte Sitzung des Planungsausschusses:

“… hat auch der Planungsausschuss das Klimafolgenanpassungskonzept (KFK) abgesegnet. Dem interessierten Beobachter ist dabei schon etwas mulmig zumute.“

Frau Lefebvre weist auf die von verschiedenen Seiten vorgetragenen Widersprüche des KFK insbesondere hinsichtlich der Bewertung der zur Änderung im Flächennutzungsplan vorgeschlagenen Dreiecksfläche der Beverau / Eselsweg hin. Die Autorin führt weiter aus:

„Bezüglich der Prüffläche Beverau bildet das KFK damit keine belastbare Grundlage für eine etwaige Bebauung.“

Die Rolle des Umweltamtes wird von Frau Lefebvre wie folgt bewertet:

„… Aus fachlicher Sicht werde daher von jeglichem Eingriff in dieses Gesamtgefüge (des Landschaftsschutzgebietes Beverau, der Autor) abgeraten. Es bleibt abzuwarten, wer trotzdem die Hand für eine Bebauung heben und damit eine Verschlechterung der Luftqualität … verantworten wird.“

Der gesamte Leserbrief kann in der Aachener Zeitung, Ausgabe vom 04.09.2015, nachgelesen werden.